Obama-Bär aus Giengen?

1 000 Euro kostet der Teddybär. Er ist immerhin ein Steiff-Bär, so einer mit Knopf im Ohr – nicht irgendeiner. Und der sieht extravagant aus: Er trägt ein schwarze Sonnenbrille, ein schwarzes schickes Jackett, eine Jeans, eine Krawatte und ein weißes Stehkragen-Hemd. Sie fühlen sich erinnert an einen lebenden Menschen? Der modische Bär bringt es nur auf 44 Zentimeter Höhe – doch er hat ein menschliches Vorbild: den zopftragenden Designer Karl Lagerfeld. Und der ist mehr als das, er ist quasi der Pate des Bären und hat sein Entstehen überwacht. So sagt es jedenfalls der Steiff-Designer aus Giengen an der Brenz, das liegt im Schwabenland. Das könnte der Auftakt sein, der Beginn einer neuen Linie und neuen Verdienstchancen.
Der Stofftierhersteller könnte so, wenn er die Idee konsequent fortsetzt, ganze Fanclubs als neue Kundengruppen erschließen. Wie wäre es mit Madonna? Oder ein Harald-Schmidt-Steiffbär? Elton John? Stevie Wonder? Und weiter in eine andere Richtung: Ein Obama-Bär? Eine Merkel-Bärin mit Festtagsrobe und Dekollete. Und noch eine Weiterdrehe: Die Queen? Oder doch gleich der Papst? Die roten Schuhe wären sicher adrett.
Alle limitiert, damit das Will-ich-haben-Gefühl verstärkt wird und sich das Portemonnai umso eher öffnet. Den Lagerfeld-Bär gibt’s 2 500 mal.
Die Spielarten sind unendlich: Man denke an einen Steiffbären mit Autogramm des lebenden Vorbilds. Oder wenn ein Teil des Kaufpreises an eine Stiftung oder einen gemeinnützigen Zweck ginge, den das menschliche Vorbild auch sonst fördert? Selbst Firmenchefs könnten sich so ein Bären-Denkmal setzen. Herr Fielmann vielleicht, mit schicker Brille natürlich. Oder Hubertine Underberg. Die Bären jedenfalls könnten gleich als Weihnachtsgeschenk für gute Kunden fungieren. Und das ist ja nicht mehr so lange hin.
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/153410

4 Kommentare zu „Obama-Bär aus Giengen?“

  1. „Der Stofftierhersteller könnte so, wenn er die Idee konsequent fortsetzt, ganze Fanclubs als neue Kundengruppen erschließen“… und vielen anderen einen Bärendienst erweisen… Zum vorhanden Steifftierzoo käme noch ein Steiffmenschenzoo. Wem’s gefällt, der wird sich freuen und den anderen…? Wenn diese Spezies nur nicht so langlebig wäre… Aber darin soll ja eine ungeahnte wertsteigernde Vermögensanlage stecken… was über einiges hinweg hilft und wie bei allen anderen Hobbys auch… alles entschuldigt…?

  2. Margarete Steiffs Geschichte, bekannt durch den Film mit Heike Makatsch.

    Ein symbolischer Beitrag zum Jugendschutz: Es wird Wert auf Kinderspielzeug und Handwerk und selbergebasteltes und nicht Computerspiele bereits für die Kleinsten gelegt.

    Und wo wird der Bär gefertigt? Werden die Schneiderinnen gut behandelt und anständig bezahlt?

    Die Stiftung eine gute Idee. Hoffentlich wird das Geld bei den Bedürftigen richtig ankommen.

    Mariana Mayer

  3. Und noch etwas zu den Schneidern oder Modedesignern:
    Karl Lagerfeld oder Joop, bei Anne will 25.01.2009 sagte, Joop er verleiht nur Geld an seine Familie und seine Enkeltochter müsse bezahlen:
    Die autarken Familienunternehmen bezahlen nicht und sind in der regel unabhängig. Gerade joop oder Lagerfeld stammen aus einer reichen Familie. Vom Schneider zum Millardiär gilt nicht.
    Gleichfalls für Düsseldorfer Anwaltstochter Schiffer, die angeblich in einer Diskothek entdeckt worden sei sollen.

    Soweit so gut. Doch die autarken Enkeltöchter sind im Endeffekt nicht die Bezahler, sondern die aktuell Analphabeten die auf die Strasse gesetzt werden.

    Und das Schiffer medienstark einen Kaiserschnitt gemacht hat, ….
    Ihre Karriere hat sie somit vergeigt oder anders ausgedrückt: Die Narben heilen nicht und Frau mit normaler Geburt sieht trotzdem Taff aus.

    Informieren sie sich über die praktiken der Ärzte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Mariana Mayer

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