Bei einem Gastgeber hungrig weg gehen müssen – das verzeiht man ihm Jahre später noch nicht. Von wegen das leibliche Wohl ist nicht so wichtig, wenn es ums Geschäft geht. Im Gegenteil, gerade das ist nicht zu unterschätzen, auch wenn das Business ach so groß und ach so wichtig ist:Kaffee und am besten auch Kekse sollten immer auf dem Besprechungstisch stehen. Da kann ein Gespräch noch so wichtig sein – wenn man als Gast im fremden Unternehmen stundenlang ohne Essen und Trinken schmoren muss, zählt vor allem das. Insbesondere aus er Retrospektive, das vergisst man nicht. So gaben die zwei Söhne des Top-Anwalts Hans Günter Heuking bei dessen 70.Geburtstag – in den Düsseldorfer Rheinterassen vor über 300 Gästen inklusive Oberbürgermeister Erwin, namhaften Industriellen oder anderen Top-Juristen -ausgerechnet so eine Hunger-Anekdote zum Besten: Dass es ein besonders tolles Erlebnis ihrer Kindheit war, wie sie von einem Mandanten des Vaters aus dem Saarland in ein Saarbrücker 3-Sterne-Restaurant eingeladen wurden. Zur Revanche, oder besser gesagt als leuchtendes Vorbild. Weil die Beratung in Düsseldorf bei Heuking nämlich so ein schreckliches Erlebnis für sie gewesen war. Dorthin mussten die Saarländer nämlich nicht nur morgens um sieben Uhr aufbrechen und drei Stunden lang anreisen. Die Beratung selbst dauerte danach fünf Stunden lang – und ohne dass sie in der Zeit einen Lunch oder wenigstens ein paar Kekse bekommen hätten. Nur die Nebelschwaden aus Heukings Pfeife. Daraufhin hatten sie sich vorgenommen, Heuking zu zeigen, wie man Gäste bewirtet. In einem Sterne-Lokal.
Gabriele Schlegel hat es in ihrer „Business-Behaviour-Kolumne“ auch so gesagt. Weil’s nämlich die Wertschätzung des Gasts zum Ausdruck bringt. Und damit der Gast, wenn er verabschiedet wird, nicht sofort die verzweifelte Suche nach einem Bäcker antreten muss. Weil er einfach zu höflich war, um nach einem Pizza-Taxi zu fragen.
Und was war eins der ersten Dinge, die ich über einen der Top-Ten-Unternehmensberater hier zu Lande erfuhr: Dass die armen Berater und die Mitarbeiter bei Sonntagseinsätzen ihre Pappkarton-Pizza auch noch selbst bezahlen mussten. Empörend irgendwie und wert, auch Gesprächsthema in ganz anderen Branchen zu werden.
Gerade bei Asiaten kann übrigens ein Großauftrag schon allein deshalb in die Binsen gehen, weil man ihnen das Mittagessen vorenthält oder ein zu billiges Lokal ansteuert. Gerade sie nehmen es so richtig übel, wenn man ihnen auf diese Weise zu wenig Wertschätzung und Achtung entgegenbringt. Ein Deutscher mag noch in der Lage und willens sein, das zu verzeihen. Ein Asiate garantiert nicht. Und dann bekommen eben nicht die Deutschen mit ihrer strengen Sachorientierung den Großauftrag, sondern zum Beispiel Franzosen.
Und dass Asiaten das nicht in die Absage ausdrücklich reinschreiben oder sonst wie zum Ausdruck bringen, ist auch klar. Schade nur, dass die wenigsten den wahren Grund erkennen und den richtigen Schluss daraus ziehen.
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Die Artenvielfalt
Die Artenvielfalt ist zum Erhalt des europäischen Artenbestandes insgesamt wichtig. Wird nur eine Gattung gefördert und Monokultur betrieben, erfolgen schnell Krankheiten und Überdüngung.
Neulich lief eine Spitzmaus in meine Wohnung und quiekte und erzählte. Schon einige Zeit hatte sie sich im Wiesengrundstück gegenüber aufgehalten.
Leicht konnte ich Sie fangen und wieder vor die Türe setzen.
Nun wird mit viel Krach und Gerüttel eine Strasse gebaut. Die Maus floh hinter das Haus, wo ich reichlich Vogelfutter gestreut hatte. Jedoch Sie war wohl durch das Gerumpel der Walze und Bagger so erschreckt, dass sie verschwunden ist.
Die Vögel kommen weiterhin und lassen sich nicht stören. Es ist genug Futter für alle da.
Die Mäuse sind wichtig, sonst gibt es keine Eulen und andere Greifvögel mehr. Sowie Fuchs, Marder und sonstige Kleinräuber.
Die Spitzmaus ist aus diesem Überlebensgrund sehr wichtig und verdient einen Platz neben den zahlreichen Vögeln und darf sich nicht vom Strassenbau vertreiben lassen.
Die Spitzmaus ist bedroht und braucht Unterstützung.
Mariana Mayer
Im Business sind Verhandlungsgeschick Attribut und Ausdruck der Artenvielfalt, etwa wie siamesische Zwillinge. Behaviour für alle Lebenslagen schadet nicht, kann aber gesunden Menschverstand nicht wettmachen. Und wer kann schon immer auf alle Vorzüge gleichzeitig zurückgreifen? Überlange Verhandlungen können zwar einiges zerreden aber nicht unsrem Hunger paroli bieten.
Nur wer mit einem hungrigen Magen arbeitet, weiß, dass er mit dem Herzen arbeitet. – Na ja, BusinessMeetings und Abschlüsse sind sicher etwas anderes, als wir Naturwissenschaftler gewohnt sind. Man lernt also nie aus. Aus.
Ein voller Bauch studiert nicht gerne und Rauchen war s.Zt. billiger als eine warme Mahlzeit und hat die Magenschleimhaut nebenwirkend traktiert, – wie könnte man darauf vergessen. Trotz dem gut, daß Sie, berti, daran erinnert haben.