Wird es bald keine amerikanische Dollarnoten mehr geben? Möglicherweise.Jedenfalls nicht mehr dieselben wie bisher. Denn ein US-Berufungsgericht hat jetzt entschieden, dass die derzeitigen Dollarscheine Blinde diskriminieren und deshalb gegen das amerikanische Antidiskriminierungsgesetz verstoßen. Das Gericht habe, so berichtet die „Washington Post“, das Finanzministerium aufgerufen, zu handeln. Konkret: Sie derart umzugestalten, dass sie verschiedene Größen haben und auch von der Oberfläche her zu ertasten sind für Sehbehinderte und Blinde.
Und deutsche Personalchefs, Manager, Rechtsabteilungsleiter und Betriebsräte glauben immer noch mehrheitlich, beim AGG gehe es nur um Bewerbungen für Jobs. Und dass es damit getan sein, die Stellenanzeigen entsprechend umzuformulieren.
Das wird noch ein böses Erwachen geben. Für jene, die so tief im Tal der Ahnungslosen wandeln.
Und ein freudiges Erwachen geben für alle möglichen Diskriminierten. Die Frage ist nur wann. Mein Tipp: Wenn die Gerichte die ersten Urteile in den verschiedensten Fällen absetzen und wenn die ersten Fälle den Bundesgerichten vorliegen.
http://www.washingtonpost.com/
nachrichten.finanztreff.de/news_news,awert,ticker,id,27843260,sektion,uebersicht.html
Nicht, dass ich hier baldige Handlung erwarte, aber das dürfte dann wohl die teuerste Währungsumstellung der Geschichte werden. Persönlich finde ich die Entscheidung gut: die Einheits-Dollarnoten haben mich schon immer irritiert.