Stress fördert Glatzen

Wer viel Stress hat, bekommt schneller eine Glatze. Was vorher wohl nur eine Vermutung war, haben jetzt Wissenschaftler der Universitätsklinik Lübeck bewiesen, berichtet die „Ärztezeitung“. Ob dies allerdings als Indikator taugt, das ist noch offen. Vor allem in umgekehrter Richtung:De Frage wäre dann: Hat ein Manager noch viele Haare, heißt das dann auch, dass er nicht ausgelastet ist? Dass er vielleicht nur vorgibt, so furchtbar beansprucht zu sein? Und dass er in Wirklichkeit hinter der dicken Tür seines Büros und abgeschirmt durchs Vorzimmer mit seiner Assistentin mit der WEE Golf spielt? Und dass er sich nicht etwa plagt, wenn er auf Dienstreisen ist, sondern die Gelegenheit nutzt, um endlich mal die Kunstausstellung in Stuttgart oder Frankfurt anzusehen, die längst auf seiner To-do-Liste stand?

Wer also eine Pläte hat, kann sich jedenfalls jetzt schon mal beruhigt zurück lehnen – ist ja alles berufsbedingt und somit quasi eine Trophäe. Fast ein Erfolgsausweis. Einer den jeder sehen kann und wozu man nichts erklären muss. Mal ganz abgesehen von anderen Kompetenzen, die seit jeher Männern nachgesagt werden, die frühzeitig ihr Haupthaar verlieren.
Glatzen erscheinen dann plötzlich in ganz neuem Licht.

Festgestellt haben die Lübecker Forscher nun: In Ruhephasen wachsen die Haare besser. Sprich, wer faulenzt, hat dichtes, volles Haar.

Beruhigend dürfte für die Herren der Schöpfung aber diese News sein: Koffein hebt die so genannte Proliferationshemmung auf und stimuliert den so genannten Wachstumsfaktor IGF-1. Im Klartext: Die meisten dürften instinktiv das richtige für ihr Haupthaar tun – und sich erst mal einen Kaffee holen, wenn es allzu hektisch wird.