Politiker, Werber und Versicherungsleute sind diejenigen, denen die deutschen am wenigsten vertrauen. Am meisten glauben sie dagegen an Feuerwehrleute, Sanitäter und Krankenschwestern. So sagt es jedenfalls das alljährliche Vertrauens-Rnking des GFK-Vereins (siehe unten) – und das sah im vergangenen Jahr sehr ähnlich aus.

Wiwo-Redakteuer Thomas Kuhn im Feuerwehr-Einsatz
Heruntergerutsch sind die Piloten – vermutlich nach der Germanwings-Katastrophe im vergangenen Jahr im März, bei der der Pilot wohl unter Depressionen gelitten und rund 160 Menschen in den Tod geflogen hatte.
Dagegen hat die Dieselgate-Affäre dem Vertrauen in Ingenieure nichts anhaben können. Sie haben sich von Platz zehn auf Platz acht verbessert. Ob stattdessen die angestellten Top-Manager an Vertrauen einbüßen, lässt sich anhand dieses Rankings nicht ausmachen – es fragt nur, wie die Unternehmer gelitten sind.
Der GFK Vereins bilanziert: Über alle Berufe hinweg liegt der Vertrauenswert der Deutschen bei 65 Prozent – damit liegen sie beim Ländervergleich im Mittelfeld.“
Leicht verbessert hat sich das Vertrauen in Banker und Unternehmer – letztere sind von der 65-Prozent-Hürde in die vordere Rankinghälfte noch deutlich entfernt, zehn Prozentpunkte. Die Banker sind gar 22 Prozentpunkte entfernt.
DEUTSCHLAND: Vertrauen* in Berufsgruppen
| Deutschland Top 10 in Prozent | 2016 | 2014 |
| Feuerwehrleute | 96 | 97 |
| Sanitäter | 96 | 96 |
| Krankenschwestern/- pfleger | 95 | 95 |
| Apotheker | 90 | 88 |
| Ärzte | 89 | 88 |
| Lok-, Bus-, U-Bahn, Straßenbahnführer | 89 | 87 |
| Piloten | 87 | 91 |
| Ingenieure, Techniker | 86 | 80 |
| Lehrer | 82 | 79 |
| Polizisten | 82 | 81 |
| Deutschland Bottom 10 in Prozent | 2016 | 2014 |
| Unternehmer | 54 | 51 |
| Händler, Verkäufer | 52 | 52 |
| Schauspieler | 48 | 44 |
| TV-Moderatoren | 48 | 48 |
| Banker, Bankangestellte | 43 | 39 |
| Profisportler, -fußballer | 42 | 39 |
| Journalisten | 36 | 37 |
| Werbefachleute | 27 | 27 |
| Versicherungsvertreter | 22 | 19 |
| Politiker | 14 | 15 |
* vertraue voll und ganz/überwiegend
Quelle: Trust in Professions 2016 – eine Studie des GfK Vereins.