Die Düsseldorfer Post wollte auch ganz clever sein – und hat jetzt den Salat. Die Post landet nicht in den Briefkästen, viele Briefe kommen erst viel zu spät an. Sie hatte wie viele andere Unternehmen auch das Patentrezept gefunden, um ihre Kosten in den Griff zu bekommen: Sie vergrößerte die Bezirke der Briefträger um rund 40 Prozent – so berichtet es die „Rheinische Post“ – und ließ damit den einzelnen Zusteller immer mehr schuften. Sprich, die Arbeitsmenge wurde vergrößert.
Inzwischen sollen der Düsseldorfer Post rund 200 Zusteller fehlen. Der Krankenstand sei hoch und nun bliebe die Post eben tageweise liegen, manchmal mehrere Tage lang. Und insbesondere die der Büros in der Innenstadt.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch eins: Man fusioniert mit einem anderen Zusteller, der ebenso knapp an Personal ist und dessen Mannschaft ebenfalls überlastet ist. Schließlich bietet eine Fusion die einmalige Gelegenheit zu Kündigungen solcher Kandidaten, die der Firma schon lange ein Dorn im Auge waren.
Dann verweist man auf Synergieeffekte und setzt rasch mehrere Hundert Mitarbeiter frei – damit auf den Schultern der Verbliebenen noch mehr Arbeitsmenge lastet. Aber dagegen wagt sich jetzt keiner mehr etwas zu sagen. Aus Sorge. Und vorsichtshalber. Um nicht selbst auf dem nächsten Sozialplan zu landen.
Noch melden sich die Leute „nur“ krank. Irgendwann werden auch Einzelne durchdrehen und die Post wegwerfen oder zuhause bunkern.
Die nächste „Idee“ dieser „cleveren“ Manager wird vermutlich sein, Zeitarbeiter einzustellen. Da müssen nur die bezahlt werden, die auch kommen. Und sie werden noch schlechtere Qualität bringen, da wenig erfahren.
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