Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Karl Matthäus Schmidt, CEO der Quirin Privatbank und Gründer des Oline-Wertpapierhandels Consors

Karl Matthäus Schmidt (Foto: PR/Quirin Privatbank)
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
Wir helfen unseren Kunden, ihr Geld zu vermehren – und ermutigen sie, es so auszugeben, dass es sie glücklich macht.
Womit beginnt Ihr Tag ?
Mit dem festen Vorsatz, früh Sport zu machen. In der Realität scheitert der regelmäßig, denn ich bin seit jeher eher Nachteule als Morgenmensch. Noch dazu bin ich abends gern auf möglichst vielen Kundenveranstaltungen dabei. Aber egal, wie spät es wird: Spätestens um 9.30 Uhr bin ich im Büro.
Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?
In der Mittagspause werde ich gern zum Barista und mache Espresso fürs Büro. Manchmal bringe ich auch Wein mit, den ich selbst angebaut habe. Das hilft, wenn ich zwischendurch mal wieder mit zu vielen neuen Ideen um die Ecke komme und etwas zu früh frage, wie weit die Umsetzung ist.

(Foto: Privat/PR)
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Ich habe meine Söhne gefragt. Sie kennen mich als Teil des Unternehmens und der Familie vermutlich am besten. Sie sagen: Er lässt einem bei Entscheidungen und Lösungswegen besonders viel Freiraum – solange man ihn dann sofort nutzt.
Tee oder Kaffee?
Tee gibt es nur, wenn ich krank bin. Ich liebe guten Kaffee und wäre im nächsten Leben gern ein Barista.
Ihr Spitzname ist…?
Thäusi – weil meine Geschwister den Namen Matthäus damals nicht aussprechen konnten.
Verraten Sie eine Marotte.
Der Fußboden muss immer sauber sein. Dafür greife ich zu jeder Tages- und Nachtzeit zum Staubsauger, ob früh am Morgen oder nur mal schnell zwischendurch. Wobei daraus meist eine größere Putzaktion wird.
Was bringt Sie in Harnisch?
Brotkrümel unterm Esstisch und fettige Handabdrücke an Fensterscheiben.
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Dass ich zu wenig lobe. Ich gelobe Besserung.
Was möchten Sie gern in Rente machen?
Ich freue mich auf mehr Zeit fürs Mountainbiken, Volleyballspielen und Skifahren. Das kommt derzeit zu kurz. Außerdem werde ich meinen Kindern auf die Nerven gehen, indem ich sie ständig besuche. Und ich würde meiner Design-Leidenschaft stärker frönen: Für hochwertige Möbel gebe ich wahrscheinlich mehr aus, als man als Banker vernünftigerweise zugeben sollte…
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Wenn jemand für seine eigene Idee brennt und zugleich den Mut hat, offen darüber zu sprechen, wo sie noch nicht gut genug ist.
Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Leckeres Essen, guten Kaffee und mein Handy.
Was war Ihr peinlichster Moment?
Tanzen auf meiner eigenen Lesereise, unter dem gnadenlosen Blick von Joachim Llambi – das hätte ich dem Publikum (und mir selbst) gern erspart.
Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?
Eigentlich auf keines, Rückschläge machen uns stark. Es gibt nur eine Ausnahme: den Unfalltod meines Bruders Christian. Der hat mich zutiefst getroffen und eine große Leere hinterlassen. Das ist eine Wunde, die nie heilen wird.
Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter übernommen?
Die Liebe zur Natur, weshalb sie mich auf eine alternative Schule – sprich: Waldorfschule – geschickt hat. Dort habe ich sogar Stricken gelernt.
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Immer noch den Job eines Bank-Chefs, nur woanders. Ich würde eine klassische Bank oder Sparkasse führen und das Provisionsgeschäft abschaffen. Wahrscheinlich wäre das ein guter Tag für die Kunden und das Vertrauen in unsere Branche. Aber auch mein erster und letzter im Chefsessel…
Copyright: @Claudia Tödtmann. Alle Rechte vorbehalten.
Kontakt für Nutzungsrechte: redaktion@managementblog.de
Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia Tödtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bedarf der ausdrücklichen Genehmigung. Adresse für Nutzungsanfragen: Redaktion@claudiatoedtmann.de
Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die männliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleichermaßen mitgemeint.

